Hier mal der Start einer neuen Serie, Bilder meines myPhones.
Einfach mal mobil fotografieren, das Bild bearbeiten und auch gleich auf den Server laden. Eben alles to-go.
Der recht bekannte Song “I Don’t Like Mondays” von der Band The Boomtown Rats und geschrieben von Bob Geldof hat übrigens nichts mit dem normalen Büroalltag zu tun. Der Song an sich ist eigenltich ein echtes Drama.
Inspiriert wurde Geldof durch den Ausspruch der damals 16-jährigen Brenda Ann Spencer, die am 29. Januar 1979, einem Montag, aus dem Fenster ihres Schlafzimmers auf dem gegenüberliegenden Schulhof der Grover Cleveland Elementary School in San Diego den Schulleiter und den Hausmeister mit einem halbautomatischen Gewehr tötete und einen Polizisten und acht Schüler verletzte. Als Begründung für ihre Tat gab sie einem Journalisten am Telefon und der Polizei bei der Verhaftung die Antwort: „I don’t like Mondays. This livens up the day.“ (Ich mag keine Montage. Das belebt den Tag.)
Quelle: wikipedia.de
Ich hatte mal wieder die Gelegenheit meinen Neffen zu fotografieren. Kleine Kinder und Babys abzulichten ist manchmal gar nicht so einfach. Mann kann ihnen einfach nicht vorschreiben, wie sie sich verhalten sollen. Und bei Babys geht das schon mal gar nicht. Um so schöner werden aber auch die Aufnahmen, wenn man spontan sein muss.
Hier hab ich meinen SB-600 Blitz und mein 80-200mm Nikkor AF-D ED N im Einsatz gehabt. So hatte ich den nötigen Abstand und hatte trotz der langen Verschlusszeit dennoch ausreichend Detailzeichnung dank des Blitzes. Ich wollte mal eine ungewöhnliche Perspektive ausprobieren. Normalerweise fotografiert man ja nicht in die Nasenlöcher des Models, aber hier denke ich machen die süßen Augen meinen Versuch alle Ehre. Ist er nicht knuffig?
Hier die Exif Daten in der Kürze. Die detailierten Exif Infos gibt’s auf flickr.com
Kamera: Fujifilm FinePix S5Pro
Verschlusszeit: 1/60
Blende: f/4.5
Brennweite: 200 mm
ISO: 100

Gestern Abend war ich mit meinen Arbeitskollegen Bowling spielen. Mal abgesehen von der Tatsache dass ich gar nicht Bowling spielen kann und ich dafür aber gar nicht mal so schlecht war
hatte ich die Gelegenheit genutzt und mir die Firmenkamera geschnappt, um ein Foto zu machen. Es war wirklich spontan. Denn als die Lichter ausgingen und ein Disco Feeling mit der Discokugel und den blauen Lichtern und der lauten (gräßlichen) Musik aufgebaut wurde, dacht ich mir nur, dass MUSS einfach stark auf dem Foto aussehen.
Also schnappte ich mir die Firmen Canon – ähem, ja es war eine Canon, aber das bedeutet ja nix, Canon kann auch fotografieren
– und legte los. Ich schaute nur schnell, sind die Einstellungen in etwa OK, AV (Zeitautomatik) war schon eingestellt, passt die Brennweite, ist die Kamera eingeschaltet, etc. und positionierte dann die Kamera auf dem Hocker vor der Bahn und hielt sie fest, um Verwackler zu vermeiden. Warum? Bei solchen Lichtverhältnissen kommt es eher zu längeren Verschlußzeiten und ein Stativ hat ich grad nicht dabei. Ich hab dann nur noch auf den richtigen Moment gewartet und schon hatte ich mein Foto. ISO 800 scheint mir hier etwas grobkörning, aber das war halt so. Dennoch war die Verschlußzeit so lange eingestellt, dass ich die Bewegungsunschärfe des Spielers hatte, die ich auch wollte. Das Foto hab ich auch etwas bearbeitet. Ich habe es leicht entrauscht und auch leicht nachgeschärft und einen angenehmeren Ausschnitt gewählt. Ein vorher/nachher sieht man unten.
Also, die für mich wichtigen Dinge dabei waren:
- Sei spontan und flexibel. Denke nicht so darüber nach, welche Aufnahmetechnik mit welcher Kameraeinstellung am Besten sein würde.
Und greife zur Not auch mal zu einer Canon
- Das wichtigste dabei ist, dass du dir das Endergebnis in etwa vorstellen kannst. Nur so kann ich am besten den Bildausschnitt wählen, die Perspektive bestimmen und das Motiv positionieren.
- Die technischen Grundlagen und das Kameraequipment sind schon wichtig, aber die Kombination aus Technik und Bildgestaltung machen’s letztendlich aus.
- Und zu guter letzt, wenn das Foto nicht unbedingt die nächste Mahlzeit für deine Kinder erwirtschaften muss, dann geh einfach locker an die Sache ran. Zwanghaft “gute Fotos” schießen wollen bringt nix. Klar ist Planung alles, aber spontan geschossene Fotos haben meistens auch etwas mit Glück zu tun und oft sind es genau diese Fotos, die toll sind.
So, ist nun mein Foto ein tolles Bild? Für mich ja. Ob ich damit den Pulitzer Preis gewinnen würde, bezweifle ich zwar, aber das ist mir auch egal. Ja, die Details versickern etwas, weil es doch ein wenig Unschärfe durch verwackeln gab und eine etwas kürzere Verschlußzeit hätte wahrscheinlich auch bewirkt, dass man den Arm mit der Bowlingkugel besser sehen würde, aber so what?! Ich will Freude an der Fotografie haben und wenn ich mir mit sowas eine Freude machen kann, muss ein Foto technisch nicht perfekt sein und somit hab ich mein Ziel erfüllt.
Vorher
Exif Daten:
Model – Canon EOS 500D
ExposureTime – 1/2.5 seconds
ApertureValue – F 8.00
ExposureProgram – Aperture priority
ISOSpeedRatings – 800
FocalLength – 55 mm
Durch meine neueste Buch Anschaffung “Wie man ein großartiger Fotograf wird” kam ich auch auf die Website fotofeinkost.de, welche von der Autorin des Buches, Dr. Martina Mettner betrieben wird. Nachdem ich mir das Buch bestellt hatte, las ich dann ein paar Tage später auf einem meiner Lieblings Weblogs, auf kwerfeldein.de einen Bericht darüber. kwerfeldein.de aka Martin Gommel hatte die Gelegenheit, das Script des Buches bereits im Juni letzten Jahres zu lesen und durfte es mit persönlichen Anmerkungen versehen.
Die 22 Kapitel auf den 132 Seiten lassen sich sehr leicht lesen. Man ist durch und könnte es immer und immer wieder lesen. Ein absolutes MUSS für jeden Fotografen, denn es polarisiert, es reflektiert und ist dabei herrlich erfrischend und ehrlich. Traumschlösser werden zerstört und alle Illusionen, die man gerade als Hobbyfotograf hat, im Bezug auf DEN Traum schlechthin, mit den eigenen Bildern Geld zu verdienen, platzen wie eine Seifenblase. Aber man wird nicht alleine gelassen. Es bleibt spannend.
Also los, wer grad noch etwas Geld übrig hat und als Fotograf weiterkommen möchte, sollte es sich kaufen.
Aber es geht mir ja jetzt nicht um das Buch, sondern um die Website der Autorin, bzw. im Speziellen einen Artikel, der es mir irgendwie angetan hat.
“Software-Update für Fotografen” ist ein etwas älterer Artikel im Weblog von Frau Mettner, den ich mir mal persönlich zu Herzen nehmen möchte, weil es so vielversprechend und interessant klingt.
Zusammengefasst schlägt sie folgende 6 Aktionen vor, die man in den nächsten 3 Monaten erledigt haben soll, um das eigene kreative Potenzial aufzufrischen:
Alle Fotografen, die so einsichtig sind, zu wissen, dass ihnen kreativer Input nicht schaden könnte, nehmen sich für die kommenden drei Monate fest vor:
1. zur Vernissage einer Fotoausstellung in einer Galerie zu gehen (Sie müssen das Ausgestellte nicht gut finden, aber ohnehin mal unter Leute);
2. das Foto eines anderen Fotografen als Wandbild zu kaufen (und wenn Sie es nicht tun, verabschieden Sie den Gedanken, Ihre eigenen Prints verkaufen zu wollen!);
3. ein Museum zu besuchen (Malerei, Architektur, Skulptur, egal; nehmen Sie Ihre Kinder mit oder den Auftrag in einer anderen Stadt zum Anlass);
4. einmal im Monat Ihre wichtigsten Fotos der letzten vier Wochen auszudrucken, auf den Boden zu legen und sie mit fremden Augen anzusehen (legen Sie diese zunächst auf den Kopf, also um 180 Grad gedreht hin, das hilft störende Elemente zu entdecken);
5. sich einen Fotografen auszusuchen, den Sie besonders spannend oder besonders überschätzt finden, und Ihrer Frau / Ihrem Mann/ Ihrer Mutter (ganz ruhig, bitte) anhand der Fotos zu erklären, warum;
6. und endlich von Ihrer Webseite alle Fotos zu entfernen, die Sie im Urlaub gemacht haben oder die älter als drei Jahre sind.
(Alle Punkte sind wichtig, die Positionen 4 bis 6 zwingend.)
In den nächsten 3 Monaten werde ich zu jedem der Punkte einen kleinen Artikel schreiben, wie es war und was ich daraus gemacht habe. Ich werd mir mal die Freiheit nehmen und die 6 Vorschläge in meine zeitliche Reihenfolge bringen. Evtl. werd ich noch einen Fotobuddy dazu nehmen, mit dem ich das zusammen durchzieh. Nicht als Contest, eher als Ansporn, sich darüber auch auszutauschen und dabei zu bleiben. Mal sehn…
Stille ist ein Thema, dass mich unglaublich fasziniert. Wenn man alleine unterwegs ist, um nicht nur fotografische Motive zu suchen, sondern diese auch zu finden
dann hat man einfach viel Zeit zum Nachdenken. Nach einer stressigen Arbeitswoche ist das Entspannung pur. Und wenn es um einen herum ruhig ist, fällt es umso leichter, auch selber still zu werden. Dann höre ich nur noch dem Wind zu und komm zur Ruh.
Daher hab ich dieses Foto aus meinem 2009 Archiv “silent poetry” genannt.
Kamera: Fujifilm FinePix S5Pro
Belichtung: 1/500
Blende: f/4.0
Brennweite: 50 mm
ISO: 100
Dank Steffen Göthling’s neustem Blogeintrag auf lens-flare.de weiss ich nun, dass LensAvenue wieder, bzw. neu eröffnet hat. Als ich letztes Jahr mitbekommen habe, dass die Dienste bei LensAvenue eingestellt wurden, war ich schon ziemlich enttäuscht, da ich mir für meinen Urlaub fest vorgenommen habe, ein Objektiv zu mieten. Nun gibt es wieder die Möglichkeit, allerdings ist das Sortiment im Moment wohl noch auf Canon und Nikon “beschränkt”, aber es hört sich so an, als ob da noch mehr kommt. Und es wird spannend. Der o.a. Artikel auf lens-flare.de ist ein lesenswertes und interessantes Interview mit Ralf Stummeyer, dem neuen Geschäftsführer von LensAvenue. Nebenbei bemerkt, die Navigation auf der neuen website von lensavenue.com ist grausig und hoffentlich noch in der Entwicklung. Die links unter “Miet – Angebote” sind nicht hinterlegt, daher muss man runter scrollen und unter dem vorletzten Menupunkt “Hersteller” im dropdown Menu eben Canon oder Nikon auswählen.Dennoch werd ich die Seite unter Beobachtung halten und bin gespannt, was da noch so kommt.
p.s.: Die links unter “Miet-Angebot” sind mittlerweile hinterlegt worden. Klasse!
Vielleicht hat es mit der Winterzeit zu tun oder mit der Tatsache, dass ich im Moment nicht so viel hinter der Kamera stehe, aber ich frag mich grad, warum ich das tue, was ich tue. Warum fotografiere ich überhaupt?
Jeder der mich kennt, weiß auch, dass ich nichts von oberflächlichen Flosskeln halte. Daher kann ich auch “Weil’s eben Spass macht” nicht so einfach stehen lassen
…jedenfalls nicht bei mir.
Da ich Zitate liebe und besonders, wenn diese mich zum Nachdenken anregen, werd ich in Zukunft öfters schlaue und berühmte Leute hier zitieren und eben schriftlich darüber nachdenken. Übrigens, ein Anstoß zu dem Ganzen hier war u.a. Andy mit seinem neuen Kalender
Edvard Munch (*12.12.1863, †23.01.1944), seines Zeichens norwegischer Maler und Grafiker, sagte mal: “Für einen Künstler ist es vor allem gefährlich, gelobt zu werden.”
Nur warum?
Ohne jetzt die damaligen Gedanken von Munch zu kennen, interpretiere ich dieses Zitat mal als Selbstschutz für die Kunst. Denn ich glaube, dass jeder berühmte Künstler – und Fotografie behandel ich hier mal als Kunstform – eben NICHT mit der Kunst angefangen hat, nur um reich und berühmt zu werden. Ganz im Gegenteil, viele Künstler, ob Maler oder Schriftsteller, sind Zeit ihres Lebens eher kreative Köpfe und der Kunst verfallene Bettler gewesen. Kunst diente als Selbstzweck. Und ich glaube, wenn man damit anfängt, etwas zu tun, nur um Anerkennung zu finden, dann verliert man an Glaubwürdigkeit. Und welcher Künstler möchte nicht “echt” sein?!
Doch irgendwie ist das paradox. Ein Grundbedürfnis des Menschen ist es doch, Lob und Anerkennung zu bekommen. Muss ich mich nun schämen, weil ich nicht nur konstruktive Kritik für meine Bilder haben möchte, sondern auch banales Schulterklopfen?
Nein, ich denke nicht. Aber wenn ich Fotografiere, nur um Lob zu bekommen, dann wird es eben gefährlich, weil es meine Zielrichtung kippt. Dann muss ich meine Motivation tatsächlich mal hinterfragen.
Andereseits frag ich mich, hat Fotografie, die niemand wahrnimmt überhaupt eine Daseinsberechtigung? Ist es nicht so, dass Fotografie etwas transportieren will? Ob es nur das Erlebte in Form von Schnappschüssen ist oder abgelichtete Emotionen, die einen tief berühren. Wenn sich diese Fotos niemand anschaut, sind sie wertlos. Und dann würde sich der Selbstzweck in diesem Fall in Luft auflösen.
So, nun zurück zu mir. Warum fotografiere ich? Thomas Mann (*06.06.1875, †12.08.1955), deutschsprachiger Schriftsteller, bringt es mit dem folgenden Zitat ziemlich auf den Punkt: ”Ein Künstler muß in derselben Verfassung an sein Werk gehen, in der der Verbrecher seine Tat begeht.”
Ganz einfach: aus Leidenschaft, weil ich nicht anders kann. Aus der Not heraus, weil es wie eine Sucht ist, ein Drang, Dinge, Menschen, Situationen für diesen einen Moment festzuhalten, um mich daran erinnern zu können, um Freude daran zu haben, ein Werk zu schaffen, dass in erster Linie nur mir selber gefällt. Um mir Freiräume zu schaffen, in denen ich entspannen kann, meine Gedanken zu klären, einen freien Kopf zu bekommen, einen Ausgleich zu der extrem analytischen Arbeitswelt zu bekommen oder einfach nur, um alleine zu sein. Andere Meditieren oder machen Yoga, ich gehe raus und fotografiere.
Ich wünschte, ich hätte früher damit angefangen und manchmal wünschte ich, ich hätte ausreichend Freiheit, um den ganzen Tag und die ganze Woche über zu fotografieren.
Aber mach ich es, damit andere meine Fotos bewundern? Ja verdammt, unter anderem auch, wenn es denn passiert. Ich würde lügen, würde ich was anderes sagen. Ich freue mich über jedes Feedback zu meinen Bildern. Aber selbst wenn niemand sich meine Fotos anschauen würde, würde ich weiter machen. Übrigens, 2/3 meines Foto Archives sind nicht online
Und damit es spannend bleibt und natürlich um meine Neugier zu befriedigen, mache ich aus dem Post hier ein “Stöckchen-Spiel”. Mich würde interessieren, wie andere diese Frage beantworten würden.
Das “Und warum fotografierst du?” – Stöckchen geb ich daher weiter an Michael.
Heute auf neunzehn72 gefunden: eine Leseprobe des 3. Kapitels des Scott Kelbys Buches “Das Digitale Fotografie Buch 3“. Schön aufbereitet auf Spiegel Online, um es online zu lesen.
Michael hatte ja bereits vor einiger Zeit davon berichtet und auf der Website des Addison-Wesley Verlages kann man sich auch eine LESEPROBE im PDF Format des 3. Kapitels sichern.
Ein echtes MUSS für Freunde leicht zugänglicher und praxisnaher Fotografie Lektüre.
Oh Mann, Zeit. Wie schön war es noch in der Schule, als ich noch wirklich Zeit hatte
Aber das ist nun wirklich viel zu lange her.
Ich hatte in den letzten Wochen kaum Zeit zum Fotografieren und das wird sich in den nächsten Wochen wahrscheinlich auch nicht ändern.
Daher bleibt mir im Moment nur das Web, um mich mit Fotografie zu beschäftigen. Auf Martin Gommel’s Weblog hab ich kürzlich ein Interview mit Lauren Rosenbaum gelesen. Und was mich daran bewegt hat, sind die wundervollen Bilder. Da ich ein Technik Geek bin, hat mich auch interessiert, mit welchen Equipment sie fotografiert. Besonders hat es mir DIESES Foto hier angetan. Das Bokeh ist umwerfend und die Linse, mit der dieses Foto aufgenommen wurde, ist faszinierend. Ein Nikkor 85mm f/1,4 Objektiv. Ein Traum. WENN ich mir ein Objektiv kaufen würde, DANN dieses. Einfach nur genial.
Aber schaut selbst. Hier der link zu dem Interview.
Sprüche wie “analog rocks”, “film is not dead” oder “God save the film” trifft man recht häufig in Fotografie Foren oder Fotocommunities an. Und ich kann sie ALLE verstehn
Dass ich nicht nur leidenschaftlicher Fan und Anhänger analoger Fotografie bin, sondern auch jedesmal wie ein kleines Kind staunend vor dieser alten analogen Technik mich innerlich aus Bewunderung verbeuge, kann man glaub ich recht gut HIER und HIER erkennen.
Aktuell habe ich wieder mal zugeschlagen: es gab eine extrem gut erhaltene Nikon FG zum Schnäppchenpreis von 36,- EUR. Die Kamera ist optisch in einem sehr guten Zustand, wie unten an den Bildern zu sehn ist und technisch absolut einwandfrei. Kein Lackabrieb an den typischen Stellen, Rückwand ohne Makel. Echt genial!!! Und der Spiegelanschlag wurde sogar erneuert. Zum Lieferumfang gehörte die Original Bedienungsanleitung in DE und ein original Nikon Trageriemen.
Zuerst wollte ich sie eigentlich nur kaufen, um sie zu einem höheren Preis wieder zu verkaufen. Aber als sie zu Hause ankam und ich sie das erste mal in den Händen hielt, muss ich zugeben hatte ich doch schon ein leichtes Kribbeln im Bauch und ein Strahlen in der Fresse. Es geht eine gewisse Faszination von ihr aus. Und diese lässt mich einfach nicht mehr los.
Kommen wir mal zu den technischen Daten. Vergeblich sucht man den automatischen Weißabgleich, auch gibt es keinen Autofokus, ganz zu schweigen vom fehlenden Einschub für die Speicherkarte.
Aber immerhin gibt es bei der FG bereits eine Programmautomatik. 1982 kam das Topmodell der Kompaktklasse, die Nikon FG, auf den Markt. Da war ich noch in der Grundschule
Sie war Nikon’s erste Kamera mit Programmautomatik. Klasse, oder?! Ich hab quasi ein Stück Geschichte in der Hand.
Es gibt zwei automatische Betriebsarten, A und P, wobei A eine Halbautomatik ist.
In der Betriebsart P (Programmautomatik) stellt der Mikrocomputer der FG automatisch die optimale Kombination von Verschlusszeit und Blende in Abhängigkeit von der Motivhelligkeit und der Empfindlichkeit des verwendeten Films ein.
In der Betriebsart A (Zeitautomatik) wählt man am Objektiv die gewünschte Arbeitsblende vor und der Mikrocomputer der FG stellt automatisch die entsprechende Verschlusszeit wieder in Abhängigkeit von der Motivhelligkeit und der Empfindlichkeit des verwendeten Films ein.
Zu den üblichen Funktionen wie manuelles Wahlrad für die Verschlusszeit, Selbstauslöserhebel, Wahlrad für die ISO Empfindlichkeit des Filmes besitzt die FG noch eine Belichtungskorrektur, mit der man um ± 2 Lichtwerte ggf. korrigieren kann.
Doch der absolute Hammer ist, wie ich finde die sog. “Gegenlichttaste”.
Gegenlichttaste? Was’n das?
Mit der Programm- bzw. Zeitautomatik ergibt ein Druck auf diese Taste eine bequeme und schnelle Belichtungskorrektur um +2 LW, wie sie z.B. bei Schneeaufnahmen, Seiten- oder Gegenlicht bzw. bei starkem Objektkontrast erforderlich sein kann. Die Gegenlichttaste muß während der Auslösung gedrückt gehalten werden. Bei Zeitautomatik verlängert sich die Verschlusszeit um zwei Stufen, z.B. von 1/250s auf 1/60s.
Und was ist überhaupt LW?
Lichtwert (LW) oder engl. Exposure Value (EV) bezeichnet in der Fotografie und Photometrie eine Schar von Kombinationen von Blendenzahl und Belichtungszeit, die zueinander äquivalent sind, die also – bei gegebener Motivhelligkeit – gleich viel Licht auf den Film oder Bildsensor gelangen lassen.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Lichtwert
Dazu hat Nikon ihr eine TTL-Blitzautomatik mitgegeben, speziell abgestimmt auf das mit der FG vorgestellte Blitzgerät SB-15. Allerdings besitze ich keinen SB-15, jedenfalls noch nicht…
Auf die Ergebnisse bin ich ziemlich gespannt. Ich hab erstmal einen billigen Aldi Kodak Film eingelegt, um zu testen, wie sich die Kamera verhält. Wenn die Ergebnisse zufriedenstellend sind, wie ich stark hoffe, teste ich höherwertigere Filme aus.
Zwei recht informative Quellen für alte Nikon Kameras und besonders für die FG zu empfehlen findet ihr hier HIER und HIER.
Und abschließend ist hier mein Gutes Stück auch zu sehen





