mein fotorezept
Julia Stern aka Fotoholiker verlost ein Buch. Man muss nur (s)ein persönliches Fotorezept verraten. Und da ich Bücher besonders über Fotografie liebe, schreib ich mal was mich so beim Fotografieren nach "vorne" bewegt hat.
Das Stichwort bei mir lautet: Simplizität oder einfach gesprochen: Einfachheit
Das fängt schon beim Equipment an. Wenn ich auf Fototour geh, schlepp ich nicht mein ganzes Equipment mit. Ich überlege mir vorher, was ich fotografieren will und nehme eine Kamera und ein Objektiv (meist eine Festbrennweite) mit. Das war's. Evtl. noch ein Stativ oder einen Systemblitz, wenn es die Umstände erfordern.
Neulich war ich mit einer Gruppe Fotografen in der frankfurter Innenstadt unterwegs, um Fotos zu machen. Ich hatte eine kleine Tasche mit einer Kamera und einer 50mm Festbrennweite mit. Das war alles. Und wer möchte nun behaupten, dass ich keine schönen Fotos geschossen habe *lol*.
Alles recht unbeschwert, im wahrsten Sinne des Wortes.
Dann versteh ich unter Einfachheit auch den allbekannten Spruch "Weniger ist oft mehr". Ich achte meist darauf, dass meine Bilder mit Motiven nicht zu überladen sind. Ein Baum, eine Blume, eine Person, etc. Oder evtl. auch nur kleinere unvollständige Ausschnitte vom Ganzen. Das macht das Bild auch interessanter, wie ich finde. Bei Portraits liebe ich z.B. Kopfportraits, evtl. sogar oben am Kopf leicht beschnitten.
Einfachheit bedeutet für mich auch, oft spontan zu sein, sich nicht all zuviel Gedanken vorher zu machen. Wobei das sehr subjektiv ist und je nachdem wie einer gestrickt ist funktioniert das oder eben nicht.
Es ist nicht DAS Rezept, aber EINS, mit dem ich gut fahre und seit dem ich z.B. meist nur ein Objektiv, bzw. eine Festbrennweite benutze, konzentriere ich mich automatisch mehr auf das Motiv und bin auf einmal kreativer.
Und wenn ich nun das Ganze zusätzlich mit kleineren "Attributen" wie "Bokeh" mische, kann man recht gut Bilder komponieren, die einem selber gut gefallen. Denn darauf kommt es doch schließlich an, dass ich selber mit meiner Arbeit zufrieden bin.
Mehr ist es echt nicht. Jedenfalls nicht, wenn ich einfach nur einfach Fotografiere.
